Holzgewächse nennt man in der Botanik die strauch⸗ und baumartigen Pflanzen. schen Holzstäbchen (Holzdraht) mit einer Kette von Seide oder Baumwollzwirn gebildet ist, wobei die Kettenfäden einzeln oder zu mehrern angeordnet in weiten Zwischenräumen stehen. Derartige Gewebe werden öfters mit der Hand, meist aber auf schmalen, kurzen Webstühlen hergestellt. Man gebraucht zu den Stäbchen weiße, weiche Hölzer von feiner, geradfaseriger Struktur, wie Weiden⸗, Pappel⸗, Lindenholz. Der Holzdraht hat entweder die natürliche Färbung des Holzes oder er ist gebleicht oder auch verschieden gefärbt. H. werden oft auch ganz aus Holzdraht verfertigt. Dahin gehören die sog. Siebplatten, bei welchen die die Kette und den Einschlag bildenden Holzstreifchen in einiger Entfernung voneinander liegen, sodaß kleine quadratische Offnungen entstehen. Diese Siebplatten dienen weniger zu Sieben als zu Hutgestellen, die mit Zeug berzogen werden; doch macht man auch Siebe aus breitern und stärkern Streifen, die aus Eschen⸗ oder Haselnußstöcken gespalten, geglättet und auf gleiche Stärke gebracht sind. Eine andere Art von H. bildet die sogenannte Ander lienend die aus feinen, sehr dicht nebeneinander liegenden Holzstreifen besteht, entweder leinwandartiges oder geköpertes oder auch kleingemustertes Gefüge zeigt und zur Verfertigung von Hüten benutzt wird. Man macht aus Holzstreifen auch Bänder, um sie wie Strohbänder zu Hüten zusammenzunähen, welche letztere fälschlich Basthüte genannt werden.