Drohobycz, Stadt im östl. Teile von Galizien, an der Straße von Sambor nach Stry und an der Dnjestr-Bahn (Chyrow-Stry), die hier nach Boryslaw abzweigt. Die Stadt zählt (1880) 18 225 E., rößtenteils poln. Nationalität, darunter viele Juden, ist der Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, die drei Gerichtsbezirke umfaßt, hat eine schöne kath. Kirche, ein Staats-Realgymnasium, eine Synagoge und ein Schloß mit ausgedehnten Gartenanlagen. In der Umgebung wird bedeutender Bergbau auf Salz und Naphthagquellen getrieben. Durch die neuen Verkehrswege hat der von alters her betriebene Handel mit Vieh, Getreide, Töpferwaren und Leder eine namhafte Förderung erfahren.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 567Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei