Droz (Pierre Jacquet), berühmter Mechaniker, geb. 28. Juli 1721 zu Lachaux-de Iom in Neuchätel, ward Uhrmacher und vervollkommnete einzelne Teile des Uhrwerks; auch fertigte er mehrere Automaten. Großes Aufsehen erregte besonders sein Schreibautomat, der durch ein im Innern der Figur befindliches Triebwerk Hände und Finger bewegte. Er starb zu Biel 28. Nov. 1790. — Sein Sohn, Henri Louis Jacquet D., geb. 13. Okt. 1752 zu Lachaux-de-Fonds, beschäftigte sich unter Anleitung des Vaters mit Mechanik. In Paris erregte unter seinen Erfindungen namentlich ein Automat Aufsehen, darstellend ein junges Mädchen, das verschiedene Stücke auf dem Klavier spielte, dem Notenblatte mit Augen und Kopf folgte und nach beendigtem Spiele aufstand und die Gesellschaft grüßte. D. starb 18. Nov. 1791 in Neapel. Seine und seines Vaters Automaten wurden nach Amerika geführt. — Jean Pierre D., ein Verwandter des vorigen, 1 zu Lachaux-de⸗-Fonds 1746, machte sich in der letzten Hälfte des 18. Jahrh. durch seine Erfindungen für die Münze bekannt. Um 1783 verband er sich mit Boulton in Birmingham zur Prägung der sämtlichen engl. Kupfermünzen. Für die pariser Münze fertigte er eine Prägmaschine, welche von selbst die Platten auf den Prägstempel 499 und die geprägten Münzen von diesem wegschob, auch mittels eines dreigeteilten Rings, in welchem die Platte beim Prägen lag, zugleich erhabene Schrift oder Verzierung auf dem Rande hervorbrachte, welche Erfindungen, mehr oder minder modifiziert, noch gegenwärtig in Anwendung kommen. Nach seiner Rückkehr aus England ward er unter dem Direktorium als Aufseher der Medaillenmünze angestellt und blieb dies bis zur Restauration. Er starb 2. März 1823 zu Paris.