FeedAmalgäm
TechnikBrockhaus 1882

Amalgäm (ein aus dem cW5 Eπανμαα⁸, d. i. Erweichung, gebildetes arab. Wort) bezeichnet die Verbindung des Quecksilbers mit andern Metallen, daher amalgamieren: metallische Wulen A. mit Quecksilber verbinden. Das bekannteste A. ist die Folie der Spiegel, Zinnamalgam. A. von Zink und Zinn braucht man zum Bestreichen der Reibzeuge der Elektrisiermaschinen, um die Wirkung derfennt zu erhöhen. Das gebräuchlichste und wirkamste ist das sog. in Oitechilper Cs Bint dasselbe aus 2 Teilen Quecksilber, 1 Teil Zink und 1 Teil Zinn. Kupferamalgam und Cadmiumamalgam verwendet man in neuerer Zeit zum Plombieren der Zähne. Das Amalgamieren geschieht in kleinerm Maßstabe in den Werkstätten der Goldarbeiter und Gürtler, welche mit Goldamalgam (in der sog. Dernfdoldond Silber, Bronze, Messing, Neusilber u. s. w. vergolden, indem sie es damit belegen und dann das Quecksilber im Ofen verflüchtigen, worauf das Gold auf der metallischen Unterlage haftet und durch Politur geglättet wird. Im großen geschieht das Amalgamieren auf Hütten behufs Ausscheidung der Metalle aus den Erzen. (S. Amalgamation.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 516Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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