Brulliot (Franz), ausgezeichneter Schriftsteller im Gebiete der vervielfältigenden Künste, geb. 16. Febr. 1780 zu Düsseldorf, der Sohn des nachmaligen Galerieinspektors Joseph B. in München, widmete sich anfangs auf der Akademie zu Düsseldorf, dann in München der ausübenden Kunst, bis er sich infolge seiner Anstellung bei der Kupferstichsammlung in München seit 1808 ausschließlich der — Kupferstichkunde zuwendete, in deren Interesse er wiederholt Deutschland, Frankreich, Holland und Italien bereiste. B. wurde 1822 Konservator an der genannten Sammlung, um die er sich durch eine neue, zweckmäßige Ordnung nach Schulen und Malern, sowie durch ein Inventarium, einen Realkatalog und dadurch verdient gemacht hat, daß er sie um 100000 Exemplare vermehrte. Sein Hauptwerk, das Dictionnairedes monogrammes (2 Bde., Lpz. 1817—18) ergänzte er durch die Table générale des monogrammeso (3 Hefte, Münch. 1820) und ließ es dann in einer gänzlich umgearbeiteten neuen Ausgabe (3 Bde., Stuttg. 1832—43) erscheinen. Vorzüglich ist sein «Catalogue raisonné des estampes du cabinet de feu M. d'Aretino (2 Bde., Munch 1827—30). Er starb 13. Nov. 1836 zu München an der Cholera. ö