Druschinen, Drushinen, s. Drushina. „Druse, im gewöhnlichen Leben Kropf genannt, ist eine den jungen Pferden eigentümliche ansteckende und häufig vorkommende Krankheit, welche als akuter Katarrh der Schleimhäute der Nase und ihrer Nebenhöhlen auftritt, kombiniert mit einer Art Skrofulose, welche sich durch Schwellung, Entzündung und Vereiterung der Kehlgangs-Lymphdrüsen charakterisiert. Fohlen und junge Pferde werden stets am häufigsten von der D. heimgesucht, ja die Diist als eine Jugendkrankheit der Pferde anzusehen. Sie gibt sich zu erkennen durch Mattigkeit, Niesen, Husten, gerötete Nasenschleimhaut, reichliche Schleimabsonderung aus den Nasenlöchern, endlich Geschwulst im Kehlgange, welche in einen Eiterknoten übergeht, nach dessen Aufbruch meistens völlige Heilung eintritt. Warmhalten der Tiere und Fütterung mit nicht zu kräftig nährenden oder reizenden, sondern leichten Stoffen, ist die einzig ratsame Tsdaredie gewöhn Der arzneilichen Behandlung bedarf die gewöhnliche Druse nicht, ja das Eingeben von sog. Drusenpulvern schadet in der Regel mehr als es nützt. Örtliches Warmhalten der Kehlgangs⸗ und obern Halsgegend des kranken Pferdes durch Anlegen eines Kehllappens, Verabreichen von süßen Säften (Möhrensaft, Honig) mit etwas Anis- und Fenchelpulver, Aufstreichen und Einreiben von Zwiebelfett auf die geschwollenen Kehlgangsdrüsen (Kropf), wenn lanen v⸗ zur Reifung kommen wollen, Einströmenlassen von feuchtwarmen Dämpfen in die Nasenhöhle des Patienten (gekochte Gerste in einen Freßbeutel gethan und letzterer dem Pferde an den Unterkopf in gewöhnlicher Weise gehängt), wenn der Nasenausfluß nicht recht reichlich zur Ausscheidung kommt, sind Arhnnlich alles, was man an Kunsthilfe dem drusenkranken Pferde bieten soll. Die D. geht nie in sog. Rotz der Pferde über. Was man im gewöhnlichen Leben bösartige oder verdächtige D. nennt, ist in der Regel nichts anderes als beginnende Rotzkrankheit, deren spezifische Symptome nur noch nicht sämtlich wahrgenommen werden können.