FeedDübel (auch Dollen)
BaukunstBrockhaus 1882

Dübel (auch Dollen), Bezeichnung für wenig verjüngt zugeschnitzte Holzpflöcke, welche in eine, in die Mauer oder überhaupt in Stein gemeißelte Vertiefung zu dem Zwecke eingetrieben werden, um Bildernägel, Spiegelhaken, Bankeisen oder Schrauben u. s. w. besser daran zu befestigen. Sie kommen ferner vor bei verzahnten oder verdoppelten (verdübelten) hölzernen Trägern, wo sie zur Vermeidung des Schwindens meist von hartem Holz hergestellt werden; bei der Verbindung von Hölzern, z. B. der Lenitder 8n * den Mauerlatten (das sog. Verdollen oder Aufdollen) u. s. w. Auch eiserne kurze Bolzen, die zum Versetzen von Steinen, z. B. den got. Fensterpfosten, Maßwerk u. s. w. dienen, werden so genannt. Man pflegt sie zur bessern Befestigung mit dem Steine aufzuhauen und mit Gips, Cement, Blei u. s. w. zu vergießen, wohl auch zur Vermeidung des Rostens zu verzinken oder zu verzinnen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 599Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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