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ErdkundeBrockhaus 1882

Düben, Stadt in der preuß. Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Merseburg, Kreis Bitterfeld, 15 km von Eilenburg, an der Mulde gelegen, ist Sitz eines Amtsgerichts und zählt (1880) 3678 E., welche Korbmacherei, Schuhmacherei, Lederfabrikation, Landwirtschaft und Handel, besonders Holzhandel treiben. Die Umgegend des Ortes ist namentlich an schönen Waldpartien reich. Etwa 4 km von der Stadt liegt der sog. Gesundbrunnen, eine stark eisenhaltige Auelle. In der nahen Dübener Heide befinden sich mehrere Hammer- und Hüttenwerke, Papiermühle u. s. w. D. war ehemals Sitz von Burggrafen. Hier schloß 4. Sept. 1631 Gustav Adolf das Bündnis mit Kurfürst Johann Georg J. von Sachsen. Napoleon I. verweilte hier vom 10. bis 14. Okt. 1813, vor der Schlacht bei Leipzig.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 600Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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