Ducamp oder Du Camp (Maxime), franz. Schriftsteller, geb. 8. Febr. 1822 zu Paris, bildete sich anfänglich zum Maler aus. Von 1844 bis 1845 machte er in Gesellschaft des Romanschreibers Gustav Flaubert eine 18monatliche Orientreise. Nach Paris zurückgekehrt, beteiligte er sich als Nationalgardist an den Junikämpfen, trat 1849 eine zweite Orientreise an und besuchte Agypten, Nubien, Palästina und Kleinasien; er brachte eine reiche Sammlung von Photographien heim, die er für ein Buch über Agypten verwendete, die erste Schrift, welche Photographie und Schriftdruck miteinander vereinigte. Im J. 1851 begründete er mit Laurent-Pichat und Louis Ulbach die Revue de Pariso, die aber 1858 nach dem Orsinischen Bombenattentat unterdrückt wurde. Im J. 1860 machte er Garibaldis Expedition nach Sicilien mit. Seitdem war er ein eifriger Mitarbeiter der (Revue des Deux Mondeso; in dieser Zeitschrift veröffentlichte er artikelweise (dann in Buchform) sein bedeutendstes Werk: «Paris, ses organes, ses fonctions, sa vie, dans la seconde moitié du XIXL siècler (6 Bde., 1869 —75). Von seinen spätern Werken sind hervorzuheben: «Souvenirs de Pannée 1848 5 (1876), „Les ancétres de la Commune, Pattentat Fieschio (1877), 4Les convulsions de Paris (5 Bde., 1878 -80), worin er die verschiedenen Episoden des Aufstandes des 18. März und der Maitage des J. 1871 erzählt Conversations-Lexikon. 13. Aufl. V. und über manche dunkle Punkte Licht verbreitet; „Souvenirs littéraires (Bd. 1, 1882) u. s. w. Seit 1880 ist er Mitglied der Akademie.