Cabat (Nicolas Louis), franz. Landschaftsmaler, geb. zu Paris 24. Dez. 1812, Schüler von Cam. Flers, gehört zu der Künstlergruppe, welche um 1830 die neue, antiklassische Richtung in der franz. Landschaftsmalerei einleitete. Den Grundsätzen dieser Richtung gemäß folgte er zunächst in seinen landschaftlichen Darstellungen dem ein achen Vorbilde der heimischen Natur, zumal der Umgegend von Paris und der Normandie. Seine ersten Bilder sind durch die Feinheit des Naturgefühls, Wärme und Klarheit der Färbung, treffliche irkung von Licht und Schatten sehr ansprechend. Auf einer Reise im südl. Frankreich (1838) faßte er infolge seines Umgangs mit dem berühmten Pater Lacordaire den Entschluß, Dominikaner zu werden, und ging in ein Novizenhaus dieses Ordens bei Grenoble, trat aber nach drei Monaten wieder aus und begab sich nach Italien, um seine künstlerische ahmer Nr fortzusetzen. Er wurde nun ein Nachahmer Poussins in der sog. heroischen Behandlung der Landschaft und gewann unstreitig in Hinsicht der Komposition und des Stils, verlor aber in Bezug auf Beleuchtung, Belebung und Ges amtwirkung. Da er mit dieser Richtung wenig Beifall fand, kehrte er um 1860 wieder zu seiner erstern Richtung zurück. Eine vortreffliche Probe dieser letztern ist der Teich von Ville d'Avray bei Paris (1834, den Mitaltedern Museum). C. zählt seit 1867 zu den Mitgliedern des Instituts.