Aursus mons, röm. Name von Semendria Aurich, Hauptstadt des ehemaligen Fürstentums Ostfriesland und des gleichnamigen Landdrosteibeii in der preuß. Provinz Hannover, liegt in der Mitte der Landdrostei, 96 km nordwestlich von Bremen und 21 km ostnordöstlich von Emden, mit welcher Stadt sowie mit dem 40 km östlich gelegenen Wilhelmshaven es durch den Ems-Jade-Kanal, welcher den ganzen Frachtverkehr vermittelt, verbunden ist. Die Stadt ist Sitz der Landdrostei, eines Landgerichts, Amtsgerichts, Konsistoriums, Staatsarchivs, auch der ostfries. Landschaft und b (1880) 5382 E. Unter den Gebäuden des reundlich gelegenen Städtchens sind hervorzuheben: as 1892 umngebaute alte gräfl. und fürstl. Schloß, ein stattlicher Bau, üReng den sämtlichen Behörden Raum zu gewähren; die luth. Lambertikirche mit einem geschnitzten Altarbilde des 15. Jahrh. aus dem nahen Cistercienserkloster Ihlow, die reform. Kirche, die Synagoge, das Landschaftliche Haus mit den Porträts sämtlicher Regenten von Ostfriesland, das Gymnasium, das neue stattliche Schullehrerseminar, das Fursen. Di und das Mausoleum einiger ostfries. Fürsten. Die Industrie ist ohne P⸗ und B. wichtig dagegen der Pferde⸗, Rindvieh⸗ und Butterhandel. Ungefähr 3 km südwestlich der Stadt ist ein Dugel, es Denkmal fries. Rechtsgeschichte, ein Hügel, er Upstallsbom (Obergerichtsbaum), wo sich bis ins 14. Jahrh. hinein die Abgeordneten der sieben fries. Seelande jährlich zu beraten pflegten. Der jetzige Landdrosteibezirk Aurich bereift, Wlonih genommen, das Fürstentum Ostfrieslan und das Harlingerland und hat 3108,78 akm mit (1880) 211 652 CE. (gegen 201053 im J. 1875, Zunahme 5,1 Proz.) und zerfällt in drei Kreise: A. (1370,6 ꝗkm mit 81 680 C), Emden und Leer.