Du Moulin (Peter; lat. Molinäus), bedeutender Theolog der franz.⸗reform. Kirche, besonders thätig als Polemiker, 1568 im Schlosse Buby an den Grenzen der Normandie geboren, wurde 1599 Kaplan zu Charenton bei der Schwester Heinrichs IV., Katharina, Gemahlin des kath. Herzogs Heinrich von Bar. Um diese gegen wiederholte Bekehrungsversuche zu stärken, verteidigte D. mündlich und schriftlich die Wahrheit der reform. Lehre. Auch als u Toes zu Paris disputierte er mehrfach mit 1bo9 Theologen. Im J. 1615 wurde D. von Jakob J. nach England berufen, um einen Plan zur Vereinigung aller reform. Kirchen zu entwerfen; auch für die Synode u Dordrecht schrieb er im Auftrag der Nationaldmpde ein solches Einigungsprojekt, doch waren diese Bemühungen natürlich erfolglos. Die Predigten des Jesuiten Arnoux veranlaßten die bedeutendsten polemischen Schriften gegen den Katholizismus: Défense de la conféssion de I'Eglise reformée de Frances (Charenton 1617), 4Bouclier de la foyo (Charenton 1617, Genf 1624; deutsch, Brem. 1643). Voll Heftigkeit bekämpfte D. auch die Arminianer in der Anatomie de I'Arminianisme (Leid. 1619). Seit 1620 als Professor der Theologie zu Sedan thätig, setzte er seine Polemik gegen Katholiken, Arminianer und Amyraldisten in zahlreichen Schriften fort bis an seinen Tod, 10. März 1658.