FeedDyas
NaturlehreBrockhaus 1882

Dyas, Bezeichnung einer Schichtengruppe, deren Ablagerung unmittelbar auf die Steinkohlenformation folgte und welche, wenigstens in Deutschland, in zwei scharfgetrennte Unterabteilungen, nämlich in die untere Gruppe des Rotliegenden (mit Landpflanzen) und die obere Gruppe des Zechsteins (mit marinen Resten) zerfällt. In andern Bildungsräumen, so in Rußland und Nordamerika, ist diese Zweiteilung nicht durchzuführen; man hat deshalb dort den Namen D. aufgegeben und bezeichnet die betreffende Formation als Perm. Ihre typische Ausbildung hat die D. am Harz und in Thüringen erlangt. Sie umgürtet den westl., südl. und östl. Rand des Harzgebirges in einem. schen ein Streifen und gewinnt nur im Mansfeldichen eine größere Oberflächenausdehnung. Südlich davon erhebt sich die D. in dem Kyffhäuser zu einem kleinen isolierten Gebirge, noch weiter südlich besteht der Thüringerwald aus Rotliegendem, während sich ein Mantel von Zechstein um den ganzen Gebirgszug legt. Die D. enthält in Deutschland sehr wertvolle Lagerstätten nutzbarer Mineralien, z. B. die Kalisalze von Staßfurt und den Kupferschiefer von Mansfeld. Vgl. Geinitz, D. oder die Zechsteinformation und das Rotliegendes (Lpz. 1862).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 685Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Naturlehre 6