Bergfeste, f. 1. (Bergb.) franz. massif m. d'um puits, engl. shaft⸗ pillar, Pit-eye-pillar, die Pfeiler, welche man in den Gruben stehen läßt, um den Einsturz derselben zu verhüten. — 2. (Kriegsb.) auch Bergveste, Bergschloß, Bergfestung, meist auf dem Gipfel eines Berges gelegen; dient dieselbe nicht zu Vertheidigung eines Passes, einer Straße etc., oder zu Deckung eines niedriger gelegenen Werkes, so ist sie von minderer Wichtigkeit; dergleichen Festungen sind gewöhnlich blos durch Cernirung u. Aushungern od. Bombardement zu nehmen und dienen in der Regel zu Aufbewahrung der Archive, Schätze etc. während des Kriegs. Vergfett, n., franz. suif fossil, lat. sevum minerale (Mineral.), fettiges, weißes und auf dem Wasser schwimmendes Erdharz, welches an verschiedenen Orten aus den Bergen tröpfelt; von festerer Art heißt es Bergtalg. Das kleberige, dunkelbraune, fette Erdharz von Bechelbrunn (Niederrhein) kommt unter dem Namen graisse de Strassbourg in den Handel und wird als Surrogat der Fette zum Schmieren von Maschinen un In sehr vielen Fällen stimmt es, sei mensetzung nach, mit dem Paraffir es als Mineral aus der Erde (V gegraben wird, Ozokerit; s. d. Art.