FeedDyspnoẽ (grch.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Dyspnoẽ (grch.), Schwer-oder Kurzatmigkeit, heißt diejenige Abweichung des normalen Atmungsvorganges, bei welcher die Atembewegungen infolge von Sauerstoffmangel und Kohlensäureanhäufung im Blut häufiger, unter stärkerer Beteiligung der Atmungsmuskulatur des Rumpfes und des Halses, sowie unter mehr oder minder starkem Beklemmungs⸗ und Angstgefühl erfolgen. Den entgegengesetzten Zustand, bei dem wegen Sättigung des Blutes mit Sauerstoff gar nicht geatmet wird, pflegt man als Apnos zu bezeichnen. Die D. entsteht durch reflektorische Erregung des sog. Atmungscentrums im verlängerten Mark bei den meisten chronischen Herz⸗ und Lungenkrankheiten, welche durch Verkleinerung der Atmungsfläche oder durch Cirkulationsstörungen innerhalb des kleinen Kreislaufs eine überladung des Blutes mit Kohlensäure zur Folge haben, und unterscheidet sich klat hanptmit dem sie übrigens manche Ahnlichkeit hat, hauptsächlich dadurch, daß sie nicht, wie dieses, periodisch in längern oder kürzern Anfällen auftritt, sondern kontinnierlich andauert. (S. Asthma, Atmung, Engbrüstigkeit, Lunge.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 692Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Heilkunde 6