FeedEaux-Vonnes oder Aigues-Bonnes
ErdkundeBrockhaus 1882

Eaux-Vonnes oder Aigues-Bonnes, Flecken im franz. Depart. Niederpyrenäen, Arrondissement Oloron, 6 Km im SO. von Laruns, am Valentin, in welcher hier die Soude mündet und welcher in die Gave d'Ossau geht, in 748 m Höhe, in einem tiefen Thale der Pyrenäen, zählt 750 E. Die hiesien 11,9—32,8 C. warmen Bäder, welche aus den Kalkfelsen sprudeln, in der Sekunde fast 11, werden hauptsächlich getrunken, und zwar jährlich von 6—10000 Brunnengästen; überdies werden 120000 Flaschen versendet. Nach der Heilung Heinrichs II. von Navarra und einer Zahl seiner bei Pavia (1525) verwundeten Krieger wurden die Quellen Caux d'Arquebusade genannt. Die Umgebungen sind außerordentlich schön und bieten die vom Valentin gemachten Kaskaden E., Discoo, Gros-Heétre (25 mhoch); ferner die von Laressec, den Tortespaß, den in 2069 m Höhe gelegenen See Anglas, den von Uzious in 2120 m Höhe, den von Louesque in 2172 m Höhe, den 50 ha großen See Artouste, sowie viele Berge mit herrlichen weit umfassenden Fernsichten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 698Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6