Aix oder Aix-les-Bains (Aquae Gratianae oder Allobrogum), Stadt mit (1876) 2689 (Gemeinde 4399) E. im .0 Depart. Savoie, 12 km nördlich von Cham ery, an der Eisenbahn von Culoz nach Modane, die hier nach Annecy abzweigt, und unweit östlich vom See von Bourget, in einem breiten Thale gelegen, 258 m über dem Meere und 32 müber dem See, war schon in der röm. Kaiserzeit ein besuchter Badeort. Unter zahlreichen Resten aus dem Altertum sind der sog. Bogen des Campanus die Ruinen eines ion. Dianatempels und eines Vaporariums und röm. Bades am besten erhalten. Die im Osten der Stadt gelegenen Bäder sind Schwefelthermen. Man unterscheidet die Schwefelquelle (eine Quelle mit einer Temperatur von 45 C.) und die 1858 gefaßte (aber keinen Alaun enthaltende) Alaun⸗ oder St.⸗Paulsquelle von 46,5 C. Das Wasser beider Quellen, in 24 Stunden 45000 hl, ist klar, hat schwach-hepatischen Geruch und Geschmack und wird zum Baden, wenig 2* Trinken, besonders gegen Pfortaderstockungen, lennorrhöen und Rheumatismus, auch in Form von Gasbädern (26 Zellen) und Douchen (28) benutzt. Die mittlere Jahrestemperatur ist 10“ C. Es sind ein Vaporarium vorhanden, ein Inhalationssaal und Schwimmbecken für beide Geschlechter. Das Badegebäude wurde 1779—83 von Viktor Amadeus III. von Sardinien erbaut und 1857—70 erweitert. Das Hospital ist 1813 von der Königin Hortense gegründet. Ungefähr 2 Em entfernt entspringen im Dorfe Marlioz sehr wirksame, 14 C. warme alkalische, gashaltige Quellen, welche Schwefel, Jod und Brom enthalten und seit 1850 allgemeiner in Gebrauch gekommen sind. Der Badeort wird jährlich von etwa 4000 Kurgästen besucht. Jenseits am westl. Ufer des Sees liegt am Fuße des Mont-Chat die Cistercienser-Abtei Haute-Combe, 1125 gegründet, mit dem Erbbegräbnis der Fürsten von Savoyen. ix-la-Chapelle, s. Aachen.