Egeria hieß bei den Römern eine der Camenen (Quellgöttinnen), von welcher der Sage nach König Numa, dessen Gemahlin sie geworden, bei nächtlichen Zusammenkünften Ratschlage erhielt. Als der Ort, wo dieses geschah, galt der Hain der Diana bei Aricia, in dem eine Quelle als die der E. an-TWora wurde, oder ein Hain vor dem Capenischen hor außerhalb der Servianischen, aber innerhalb der Aurelianischen Mauer um Rom, außerhalb welcher man heutzutage im Thale des Almo (Caffarella) die mit Unrecht so genannte Grotte der E. zeigt. E. war jedoch nicht bloß eine weissagende, sondern auch eine Leben gebende Nymphe, weshalb sie besonders von schwangern Frauen angerufen wurde. Vgl. Wagner, De E. fonte et specu eiusque situs (Marburg 1824). — E. ist auch der Name eines Asteroiden. (S. Planeten.)