Eger (Akiba), jüd. Schriftsteller, geb. 1761, Rabbiner zu Märkisch-Friedland von 1791 und zu Posen von 1814 an, woselbst er 1837 starb. Er genoß einer allgemeinen Verehrung nicht bloß wegen seiner ausgedehnten talmudischen Gelehrsamkeit, sondern auch wegen seiner Menschenliebe und Bescheidenheit. Seine opferwillige Thätigkeit beim Ausbruch der Cholera in Posen 1831 wurde durch eine Kabinettsordre Friedrich Wilhelms III. vom 5. Sept. 1831 an den Oberpräsidenten Flottwell ehrend anerkannt. Seine zahlreichen Werke, nur talmudischen Inhalts, sind zum Teil erst nach seinem Tode erschienen. Sein Nachfolger im Rabbinat zu Posen war sein Sohn Salamon E., gest. 1852.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 773Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei