FeedEinsattelung
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Einsattelung ist ein in der Orographie zuweilen gebrauchter Ausdruck. Bei einem aus zwei Spitzen bestehenden Gebirgsgipfel nennt man die Konkavität der beide Spitzen verbindenden Linie eine E., wie z. B. bei dem Sattelberge bei Caraccas in Venezuela. Die auf⸗- und niedersteigende Linie eines Kammes von Gipfel zu Gipfel heißt einfach ein Sattel, und insbesondere wird 0 die tiefste Stelle solchen Einschnittes der Kammlinie genannt. Solchen Sattel im hohen Gebirge nennt man in den Alpen ein Joch; wenn er tief und enge zwischen Felsen eingreift, eine Scharte; wird er als Übergang über das Gebirge benutzt, einen Paß, in den östl. Alpen auch einen Tauern (Tor im Keltischen), im Französischen Port, während Col Sattel oder Joch bezeichnet. Die höchste Stelle in einem tief eingeschnittenen Sattel, da wo Aufsteigen und Absteigen ineinander übergehen, ist die Scheideck. Der tiefe Raum zwischen den obern Teilen muldenförmig gekrümmter Schichten wird auch E. genannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 834Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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