Einsäuern oder Einmieten heißt eine Methode der Konservierung der wässerigen Futtermittel der Tiere, namentlich der Fabrikabfälle, wie: die entzuckerten Schnitzel der Rübenzuckerfabriken, das Mark der Kartoffelstärkefabriken u. a. Die Substanzen werden dabei entweder für sich, oder mit Zugabe von Salz, in Gruben, deren Wandungen und Boden ausgemauert sein sollten, fest eingestampft und schließlich mit Erde bedeckt, um die Luft soweit wie möglich abzuhalten. Die so behandelten Futtermittel nehmen dabei nach einiger Zeit, infolge einer eintretenden Gärung, einen säuerlichen Geschmack und angenehmen Geruch an und halten sich fast beliebig lange, wodurch diese Materialien einen willkommenen Ersatz für fehlendes Grünfutter gewähren. Die während des E. eintretende Gärung ist jedoch mit namhaften Verlusten verbunden, derart, daß je nach der Länge der Aufbewahrung ein Drittel bis zur Hälfte der Gesamtmenge der Substanz in gasige Produkte verwandelt wird. Um diese Verluste zu vermeiden, hat man in neuerer Zeit empfohlen, von dem CE. ganz abzusehen und die betreffenden Futtermittel statt dessen durch Austrocknung zu konservieren.