Eisenbahnkran, eine entweder feststehende oder transportable Hebemaschine, welche im Eisenbahnbetrieb zur Verwendung kommt. (Vgl. Kran.) Eisenbahnkrankheiten. Die körperlichen Einflüsse, welchen das Maschinen- und Fahrversonal der Eisenbahnen infolge der Art seiner Dienstleistungen ausgesetzt ist, wirken auf den Organismus derselben in besonders konsumierender Weise ein und führen eine relativ frühzeitige Invalidität dieses Personals herbei. Diese Invalidität hat zumeist in einem eigentümlich veränderten Zustand der Nervencentra, einer Irritation derselben, ihren Grund. Es ist dies besonders bei dem Maschinenpersonal der Fall, bei welchem infolge des Stehens auf der Maschine, des Dröhnens derselben und der fortgesetzt auf den Körper einwirkenden Erschütterungen nach längerer Dienstzeit vielfach dumpfer, anhaltender, mit Schwäche und Einschläferung verbundener Schmerz in den Beinen eintritt. Um sicheres Material für die Beurteilung der Erkrankungsverhältnisse des Eisenbahnpersonals zu gewinnen, hat der Verein deutscher Eisenbahnverwaltungen auf Anregung des Deutschen Reichs-Gesundheitsamts die Aufstellung einer Statistik der Erkrankungen des Eisenbahnpersonals beschlossen. Nach der zuerst für das J. 1880 veröffentlichten Statistik der Erkrankungen des Personals von 21 deutschen Eisenbahnverwaltungen sind es besonders rheumatische Affektionen, welche das Maschinen- und Fahrpersonal, sowie die Bahnbewachungsbeamten heimsuchen. Infolge von Eisenbahnunfällen treten bei den davon betroffenen Personen zuweilen, ohne daß äußere Verletzungen sichtbar sind, besondere Krankheitserscheinungen auf, welche ihren Grund anscheinend in einer Rückenmarkserschütterung haben. In England hat man für diese Erscheinungen den besondern Namen „Railway spineés gewählt und bezeichnet damit alle Affektionen des Rückenmarks, welche bei Gelegenheit eines Eisenbahnunfalls entstehen. ö Vgl. M. M. von Weber, Die Gefährdungen des Personals beim Maschinen- und Fahrdienst der Eisenbahneno (Lpz. 1862); Rigler, KÜber die Folgen der Verletzungen auf Eisenbahnen, insbesondere der Verletzungen des Rückenmarks » (Berl. 1879), und „Die im Eisenbahndienst vorkommenden Berufskrankheiten und Mittel zu ihrer Abhilfes (Berl. 1880).