FeedEisernes Kreuz
GeschichteBrockhaus 1882

Eisernes Kreuz, eine preuß. Kriegsdekoration, 10. März 1813 vom Könige Friedrich Wilhelm III. für Auszeichnung während des Befreiungskriegs für Offiziere und Mannschaften gestiftet, bestehend aus einem eisernen, mit Silber eingefaßten Andreaskreuz und verliehen in zwei Klassen und einem Großkreuz. Bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Kriegs wurde diese Dekoration 19. Juli 1870 für die Dauer dieses Feldzugs erneuert. Die Kreuze von 1813 bis 1815 tragen den gekrönten Den 1870 b F. W. über der Jahreszahl 1813, die von 1870 bis 1871 den gekrönten Namenszug W. über der Jahreszahl 1870. Die zweite Klasse wird im Knopfloch getragen, und zwar, wenn sie im Kampfe mit dem Feinde erworben, an einem schwarzen Bande mit weißer Einfassung, wenn sie im Civildienste erhalten, von einem weißen Bande mit schwarzer Einfassung; die erste Klasse wird ohne Band an der linken Brust angeheftet und zugleich mit der zweiten getragen. Für den Generalfeldmarschall Fürsten Blücher wurde 26. Juli 1815 ein besonderes Ordenszeichen in Form eines goldenen Sterns, auf welchem das Eiserne Kreuz ruht, gestiftet, nach seinem Tode aber nie wieder verliehen. Bei den am Tage des Einzugs der Truppen in Berlin 16. Juni 1871 erfolgten Adelsverleihungen und Standeserhebungen für Auszeichnung im Kriege gelangte die Inhaberschaft des Eisernen Kreuzes dadurch zur äußern Geltung, daß dasselbe den Besitzern der ersten Klasse in einem silbernen Schildeshaupte, denen der zweiten Klasse auf dem Helmschmucke ihres Wappens verliehen wurde. Vgl. Schneider, Das Buch vom Eisernen Kreuzer (Berl. 1872); von Troschke, Das Eiserne Kreuzo (Berl. 1871; 4. Aufl. 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 912Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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