FeedEisenstuck (Christian Gottlob)
Recht & StaatBrockhaus 1882

Eisenstuck (Christian Gottlob), sächs. Politiker, geb. 3. Okt. 1773 zu Annaberg, besuchte das dasige Gymnasium und bezog 1791 die Universität zu Leipzig, wo er juristischen, und 1794 die zu Göttingen, wo er namentlich histor. und staatswissenschaftlichen Studien sich widmete. Er ließ sich als Rechtskonsulent in Dresden nieder und wurde 1820 zum Obersteuerprokurator ernannt. Von der Stadt Dresden wurde er für den konstituierenden Landtag von 1830 bis 1831 gewählt. Nach Begründung der neuen Verfassung vertrat E. die Stadt Dresden in der Zweiten Kammer auf sechs Landtagen und war daselbst ein Führer der liberalen Partei. Auf den Landtagen 1842 und 1845 bekleidete er das Amt eines Vizepräsidenten. Seit 1847 zog sich E. vom parlamentarischen Leben zurück. Er starb 31. Mai 1853.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 912Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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