Eisernes Thor heißt endlich die gefährlichste Stelle des ganzen Donauthals in dessen letzter Strompforte, an der Grenze des Mittel⸗ und Unterlaufs bei Orsova, an der Zickzackwendung des Felsenspalts, in welchen der Strom, zwischen dem Banater Gebirge im Norden und dem Mirotschgebirge Serbiens im Süden auf 100 m eingeengt, mit einer Geschwindigkeit von 3—5 m in der Sekunde mehr hinabstürzt als fließt. Dieser Strompaß ist 2275 m lang. Das Flußbett durchziehen hier in dessen ganzer Länge und Breite zusammenhängende Felsenmassen, welche in der obern Strompartie einen ziemlich ebenen, 380 m langen Rücken bilden, abwärts aber in der linken Stromhälfte sich in zahlreichen kleinern Riffen über das Wasserniveau erheben, dann als eine breite Felsbank den ganzen Strom in schiefer Richtung fast bis zum rechten Ufer durchqueren. Obgleich die österr. Regierung bereits einige Felsen sprengen ließ, ist hier die Dampfschiffahrt noch immer nicht ohne Gefahr, ja Ruderschiffe dürfen die Fahrt hier gar nicht wagen. (S. Donau.) Unterhalb dieses Strompasses sind Spuren der Trajansbrücke, weshalb man ihn auch Porta Trajana genannt hat.