FeedElfsborgs-Län
ErdkundeBrockhaus 1882

Elfsborgs-Län oder Wenersborgs-Län, administrativer Bezirk im südwestl. Schweden, zwischen den Län Wermland, Skaraborg, Jönköping, Halland, Göteborg und Norwegen, umfaßt die Provinz Dalsland (s. d.) und den südwestl. Teil der Provinz Westergötland mit Ausnahme der Spitze an der Mündung des Göta-Elf, zählte (1881) auf 12825 qkm (davon Seen 903) 287 083 E. und gehört zu den unfruchtbarsten Gegenden Schwedens, besonders das Svältorna (von svälta = hungern genannte Land östlich von Alingsäs. Hinsichtli der Verkehrsmittel ist das Län sehr begünstigt: im N. durch den Wenersee, im W. durch den Göta-Elf und dessen zählreiche Kanäle, ferner durch den Dalslandkanal, die West-Staatsbahn und die Privatbahn Gothenburg-Falun, welche das Län quer durchziehen und von welchen die Privateisenbahnen Herrljunga-⸗Wenersborg-Uddevalla, Herrljunga-Boräs-Warberg, (Dalslands: Emnten und Melabzweigen. Die Produktion der * ward 1880 auf etwa 13½ Mill. deutsche Mark geschätzt. In der Umgegend von Boräs wird die Baumwollindustrie fabrikmäßig und als Hausindustrie betrieben. Letztere produzierte 1880 etwa 7 Mill. Meter. Hauptstadt ist Wenersborg mit 5427 E. Den Namen führt das Län von der alten Festung Elfsborg, welche durch ihre Lage an der Mündung des Göta-Elf für Schweden von außerordentlicher Bedeutung war, als Dänemark noch die Provinz Halland und Norwegen die Provinz Bohus-Län besaßen und der schmale Küstenstrich am Göta-Elf der einzige Punkt war, wo schwed. Gebiet an das Kattegat reichte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 50Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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