FeedElgin oder Moray
ErdkundeBrockhaus 1882

Elgin oder Moray, Grafschaft an der Nordküste Mittelschottlands, zwischen Banff, Inverneß Nairn und dem Moraybusen der Nordsee, zählt auf 1376 qkm (1881) 43 760 C., welche Ackerbau, Viehzucht und Fischerei treiben. Das Land wird von den Flüssen Spey, Findhorn, Lossie und den Seen Spynie, Findhorn u. a. bewässert. Im nördl. Teil wechseln anmutige Ebenen mit teils gutbebauten, teils bewaldeten 25 Tei und die Küste ist mit Dünen besetzt. Der südl. Teil zeigt sich bergig, wird aber von reichlich bewässerten Thälern durchzogen und ist größtenteils mit Tannenforsten bedeckt. Der Hauptort Elgin, ein altes, lebhaftes Städtchen und Parlamentsborough, an der Eisen-Los und an der Lossie, 9,2 Km von dem Lossiemouth an der Mündung, 112 km im NW. von Aberdeen, in fruchtbarer Gegend gelegen, hat 5 Kirchen, 10 Schulen, einen Gerichtshof und ein Gefängnis. Außerdem bestehen hier Greys Krankenhaus, eine Irrenanstalt, eine vom General Anderson gestiftete Anstalt mit Versorgungshaus und Industrieschule, eine Akademie, ein Handwerkerinstitut, ein Literarischer Verein, eine Gartenbaugesellschaft und zählt (1881) 7388 E. Die Ruine der 1224 erbauten, 1390 zerstörten Kathedrale ist eine der prächtigsten in Schottland. Interessant ist das geolog. Museum mit den Versteinerungen der obern Schichten des alten roten Sandsteins.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 50Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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