Eisberge entstehen dadurch, daß die Gletscher polarer Gegenden (3. B. Grönlands) eine Strecke weit ins Meer vordringen, wo ihre Enden, oft mit tumultuarischer Gewalt, abbrechen (eder Gletscher kalbto). Die losgetrennten, nun auf dem Meere schwimmenden Gletscherstücke sind die Eisberge. Dieselben ragen zum Teil bis über 100 m hoch über die See hervor, doch beträgt diese Zahl, da das Eis ein geringeres spezifis ches Gewicht besitzt als Wasser, nur ein Siebentel der Gesamthöhe der E., welche demnach gegen 7—800 m Dicke bei einer Länge und Breite von mehrern Kilometern erreichen können. Durch polare Strömungen werden sie bis weit in den Atlantischen Ocean (bis 36 nördl. Br.) getrieben, wo sie allmählich schmelzen. Früher glaubte man, daß die Erratischen Blöcke, sowie das gesamte Material des nordischen Diluviums in Deutschland durch von Skandinavien kommende Eisberge herbeigeführt worden sei (Drifttheorie), eine Ansicht, die sich als irrtümlich erwiesen hat. (S. Diluvium, q Eiszeit, Erratische Blöcke.)