Elze, Stadt in der preuß. Provinz Hannover, Landdrostei und Landgerichtsbezirk Hildesheim, Kreis Marienburg, Amt Gronau, in 75 m Höhe, an der Saale und 2 km von der Leine, 33 kEm südlich von Hannover, 20 km im WSW. von Hildesheim, Station und Kreuzungspunkt der Linien Hannover-Kassel und Halle-Grauhof-Löhne der Preußischen Staatsbahn, zählt (1880) 2941 E. (2706 Evangelische, 193 Katholiken, 41 Juden, 1 Sektirer), ist Sitz eines Amtsgerichts, eines Steueramts, einer Superintendentur, hat eine evang. Pfarrkirche, eine städtische Sparkasse, eine Fabrik von Turmuhren, eine solche von Orgeln, vier Gerbereien, 11 Kalköfen (in welchen jährlich 600000 Ctr. Kalk gehrannt werden), eine Zuckerfabrik mit 200 Arbeitern und eine Dampfmahlmühle. Etwa 4 km westlich von E. beginnen die Ausläufer des Deistergebirges, woselbst ein äußerst lein, zu re Hahsen⸗ besonders geeigneter Sandtein, sowie Kalkstein gebrochen wird. Von hier geht die Straße nach dem Osterwald und nach Hameln ab. — E. ist vielleicht einer der ältesten Orte in Hannover, in dessen Nähe der Sitz des Haupterichts im Gudingo war; im sog. Kreyenholze tand wohl der Königsstuhl. Karl d. Gr. gründete 796 hier ein Bistum als Missionsstation, zu Iuden Peterskirche er selbst den Grundstein gelegt haben soll; 300 n der Fromme verlegte dasselbe aber 818 nach Hildesheim.