FeedEllrich
ErdkundeBrockhaus 1882

Ellrich, Stadt in der preuß. Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Erfurt, Kreis Nordhausen, in 266 m Höhe, an der Zorge und an der Linie Soest-Nordhausen der Nordtaer Staatsbahn, 14 km nordwestlich von Nordhausen, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat zwei evang. Kirchen, darunter die 968 erbaute, 1860 restaurierte Johanniskirche, eine kath. Kirche und eine Synagoge enf ai t (1880) 3038 E., welche zwei Schuhleisten Gipsfabriken, eine mechanische Weberei, eine Olmühle, drei Ziegeleien, eine Holzschneiderei, eine Wollspinnerei, eine Bierbrauerei und drei Gerbereien unterhalten, 4 Holzhandel und Forellenzucht treiben. In der sich eine Kelle genannte Höhle. E. war früher Hauptort der Grafschaft Hohnstein und kam 1593 an das Bistum Halberstadt, 1691 an Brandenburg.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 68Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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