Epidot ist ein monoklin krystallisierendes Mineral mit einem außerordentlichen Reichtum an Formen, von denen bisjetzt nicht weniger als 220 verschiedene nachgewiesen sind; der Habitus der Krystalle ist fast immer horizontal-säulenartig, indem sie nach der Querachse langgestreckt, und die Flächen, für welche lehtere die Zonenachse bildet (Orthopinatoid, Orthodomen, Basis), vorwaltend ausgebildet sind; diese Säulen sind an dem einen Ende meist aufgewachsen und zeigen an dem andern frei ausge bildeten Ende oft sehr komplizierte Kombinationer von Hemipyramiden, Prismen und Klinodomen Zwillingsbildung nach der Querfläche ist sehr häufig die Spaltbarkeit nach der Basis sehr vollkommen auch eine solche nach der Querfläche vorhanden. Die Krystalle, oft stark nach der Querachse gestreift, fin den sich meist zu Drusen vereinigt, sind glasglän zend, meist grün, gelb oder grau gefärbt, und stark trichroitisch; die optischen Achsen liegen in der Ebene des Klinopinakoids. Die chem. Zusammensetzung führt auf die neuerdings definitiv festgestellte Forminium R.In denetaten zum Teil Eisen (Eisen— Epidot) ist. In den exakten Analysen schwankt der Gehalt an Kieselsäure von 36—40 Proz., an Thonerde von 1829, an Eisenoxyd von 7—17, an Kall von 21—25, an chemisch gebundenem Wasser, welches erst in starker Glühhitze entweicht, um 2 Proz. Die rohe Substanz wird von Säuren kaum ange⸗ — en, die stark geglühte oder geschmolzene von alzsäure mehr oder weniger leicht unter Abscheidung von Kieselsäuregallert zerlegt. Varietäten des C. sind; 1) der eigentliche Epidot oder Pistazit, öl⸗ und zeisiggrün, pistazbis schwärzlichgrün, sehr schwer vor dem Lötrohr schmelzbar, in Krystallen, auch stengeligen und kör-Rigle Aggregaten, eingesprengt; die schönsten Krysu le finden 90 an der Knappenwand im Unterulzbachthal (Pinzgau), am Rotenkopf bei Schwar-Bourg im Zillerthal, zu Rotlaue im Haslithal, ourg dOisans im Dauphiné, Lanzon in Piemont, Zöptau in Mähren, Arendal in Norwegen. Der eigentliche E. erscheint in sehr vielen Fällen als Neubildungsprodukt auf den Klüften von Hornblendegesteinen, und ist sehr häufig in ersichtlicher Weise durch eine Umwandlung von Hornblende, auch von Augit entstanden; auch aus Feldspaten kann unter besondern Umständen E. hervorgehen. Eine Ansiedelung von sekundärem E. in mikroskopischen Nestchen und Schnürchen zeigt sich daher vielfach in Syeniten, Dioriten, Porphyriten, Amphiboliten, auch Diabasen, Graniten u. s. w. 2) Der Manganepidot oder Piemontit, stengelige Aggregate von San-Marcel in Piemont, rötlichschwarz bis dunkelviolblau, sehr leicht schmelzbar, ausgezeichnet durch einen Gehalt von 14—24 Proz. Manganoxyd neben zurücktretender Thonerde und in Urab⸗ 3) Der Bucklandit von Achmatowsk im Ural, schwarz und eisenreich, krystallographisch charakterisiert durch das untergeordnete Auftreten von Basis und Querfläche. (gestion.