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ReligionBrockhaus 1882

Epistolae formatae heißen die Empfehlungsbriefe, welche schon in der ältesten Zeit der christl. Kirche die Angehörigen einer Gemeinde vorzeigen mußten, wenn sie bei einer andern Gemeinde freundliche Aufnahme finden wollten. Weil schon früh Fälschungen vorkamen, schrieben die Konzilien bestimmte Formen für dieselben vor. Daher dürfte lim 4. Jahrh.) der Name entstanden sein, der allerdings dem Wortlaute nach auch von dem angehängten Siegel oder von den gebrauchten solennen Ausdrücken herrühren kann. Bischof oder Presbyter stellten sie aus im Namen der Gemeinde.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 233Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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