Epülis (grch.), eine krankhafte, mehr oder weniger pilzförmige Geschwulst des Zahnfleisches, welche nicht, wie die sog. Parulis, auf einer abscedierenden Entzündung des Zahnfachs, sondern auf einer Gewebswucherung beruht und zu der Klasse der sog. Sarkome (s. d.) gehört. Sie kann sich in jedem Lebensalter, selbst bei Kindern, entwickeln; über ihre Ursachen ist nichts Sicheres bekannt. Gewöhnlich stellt die E. eine haselnuß⸗ bis hühnereiroße, halbkugelige, gefäßreiche Geschwulst von böderlger Oberfläche und fleischiger Konsistenz dar, welche allmählich durch ihr Wachstum die benachbarten Zähne auseinander drängt oder deren Ausfallen bewirkt und durch Blutungen, Geschwürsbildung oder Schmerzen beim Kauen und Sprechen sehr beschwerlich werden kann, weshalb sie möglichst frühzeitig operativ zu entfernen ist. Wird sie nicht Uungener 3 entfernt, so tritt nach kürzerer oder längerer Zeit ein Rückfall ein. Die Entfernung geschieht am besten durch Exstirpation vermittelst des Messers oder durch die Galvanokaustik.