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ErdkundeBrockhaus 1882

Eppingen, Stadt im Großherzogtum Baden, Kreis Heidelberg, an der links zum Neckar gehenden Elsenz, welche hier die Hilsbach aufnimmt, 33 km im SSO. von Heidelberg, zählt (1880) 3621 meist evang. C. (2599 Evangelische, 732 Katholiken, 151 Juden), welche Ackerbau, Viehzucht, Weberei, Färberei und Gerberei betreiben. E., Station der Linie Grötzingen-E. der Badischen und Heilbronn-E. der Württembergischen Staatsbahn, ist Sitz eines Bezirksamts und eines Amtsgerichts, hat eine evang. und eine „ Pfarrkirche, eine landwirtschaftliche Winterschule, höhere Bürgerschule und eine Gewerbeschule, einen Vorschußverein und in der Nähe große Sandsteinbrüche. E., ein sehr alter Ort, leen, Eam im Enzgau des Herzogtums Franken gelegen, kam um 1220 von der Grafschaft Laufen durch Verpfändung an Markgraf Hermann von Baden, wurde nach der enchaden Schlacht 1402 von den Markgrafen von Baden völlig erworben, noch im 15. Jahrh. pfälzisch und kam 1803 mit der rechtsrhein. Pfalz an Baden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 238Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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