FeedWeber (Karl Otto)
HeilkundeBrockhaus 1882

Weber (Karl Otto), hervorragender Chirurg, geb. zu Frankfurt a. M. 29. Dez. 1827, studierte zu Bonn, unternahm dann größere Reisen zu wissenschaftlichen Zwecken, wurde hierauf Assistent der bonner chirurgischen Klinik, habilitierte sich 1853 daselbst als Privatdocent der Chirurgie und wurde 1857 zum außerord. Professor ernannt; 1862 erhielt er die außerordentliche Professur der pathol. Anatomie zu Bonn. Daneben behielt er eine ausgedehnte chirurgische konsultative Praxis und leitete gleichzeitig die chirurgische Abteilung des evang. Krankenhauses. Im J. 1865 wurde er als außerord. Professor der Chirurgie nach Heidelberg berufen; er starb daselbst 11. Juni 1867 an Diphtherie. W. hat eine große Bedeutung namentlich durch seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiete der allgemeinen chirurg. Pathologie erlangt. Er veröffentlichte: «Die Knochengeschwülste in anatom. und praktischer Beziehunge (1. Abteil., Bonn 1856), Chirurg. Erfahrungen und Untersuchungene (Berl.“ 1859), sowie verschiedene Beiträge zu Pitha und Billroths «Handbuch der allgemeinen und speziellen Chirurgie » (4 Bde., Erlangen 1865 fg.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 486Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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