Erasch, Fluß in Armenien, s. Aras. „Erasisträtus, einer der berühmtesten 1I4105 Arzte, um 300 v. Chr., welcher von der Insel Keos stammte, eine Zeit lang am Hofe des Seleucus Nikator zu Antiochien sich aufhielt, dann nach Alexandria sich begab und zuletzt in Jonien in hohem Alter gestorben sein soll. Gleich groß in der Theorie wie in der Praxis, ward er Stifter einer eigenen mediz. Schule, die unter dem Namen der Erasistrateer bekannt ist. Er nahm in dem Körper zwei Hauptgegensätze an, den Lebensgeist und das Blut, und machte namentlich in der Lehre vom Gehirn und Nervensystem wichtige Entdeckungen. Von seinen zahlreichen Schriften haben sich nur geringe Bruchstücke erhalten. Von ihm wird erzählt, daß er als Ursache der Krankheit des Antiochus, Sohnes des Seleucus, die Liebe zu seiner Stiefmutter erkannte. (S. Antiochus.) s. Itacismus.