FeedErdfloh
TierreichBrockhaus 1882

Erdfloh (Haltica) heißt eine jetzt in viele Untergattungen zerlegte Käfergattung aus der Abteilung der Tetrameren, mit viergliederigen Fuedlentenz welche sehr kleine Käfer umfaßt, die sehr bedeutend verdickte Schenkel der Hinterbeine haben und viele Centimeter weit utschlan aber nur langsam kriechen können. In Deutsch and gibt es etwa hundert Arten. Die Käfer überwintern, paaren sich im Frühjahr und legen dann ihre Eier. Die Larven sind länglich, drehrund, mit hornigem Kopf und Nackenschild, kurzen Fühlern, starken Kinnbacken, kurzen Vorderbeinen und Nachschiebern am Hinterende. Mehrere von ihnen fügen den Gewächsen bedeutenden Schaden zu, und unter diesen ist besonders der gemeine Erdfloh (H. oleracea), welcher 4 mm lang, stahlblau oder metallisch-grün und unregelmäßig fein punktiert ist, vorzugsweise den Gemüsepflanzen und Schotengewächsen schädlich. Nicht minder schädlich und sehr häufig ist der gestreifte Erdfloh (H. nemorum), der 3 mm lang, schwarz, fein punktiert und auf jeder Flügeldecke mit einem schwefelgelben Längsstreifen gezeichnet ist. Sie erscheinen besonders bei trockenem Wetter und fliegen meist auf die Gewächse, die sie anfressen, sodaß die meisten Vertilgungsmittel, die auf ihr Springen Abschepfe sind, nutzlos sind. Häufiges Begießen und Abschöpfen der Käfer und Larven mit einem großen Schöpfer scheinen die einzigen Vertilgungsmittel. Von den Landleuten wird, neben dem eigentlichen Rapsfloh (H. chrysocephala), auch der Rapskäfer (Nitidula aenea), welcher nebst dem Pfeifer (Botys margaritalis) für Raps und Rübsen der schädlichste Käfer ist, oft fälschlich als E. bezeichnet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 270Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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