FeedEriodendron DC. (Wollbaum)
PflanzenreichBrockhaus 1882

Eriodendron DC. (Wollbaum), Pflanzengattung aus der Familie der Malvaceen. Man kennt nur wenige Arten, die fast sämtlich in den Tropengegenden Amerikas vorkommen, nur eine Art findet sich im tropischen Asien und Afrika. Es sind große, schön belaubte Bäume, mit stacheliger Rinde, großen, gefingerten Blättern und ansehnlichen doldig ruppierten Blüten, welche einen fünflappigen Kelch, nf am Grunde verwachsene Blumenblätter, 16—15 unten in eine Röhre verwachsene, nach oben aber in fünf Bündel geteilte Staubefäße und einen einzigen Fuucht ii eh mit einfachem Griffel besitzen. Die Frucht ist eine holzige, ielluchertog mit fünf Klappen aufspringende, vielsamige Kapfel. Die Samen aller Arten sind dicht mit Wollhaaren umhüllt, doch besitzen 1015 Haare nur eine geringe Länge, sodaß sie nicht als Gespinstfaser zu verwenden sind. Von der in Ostindien einheimischen Art E. anfractuosum DO stammen die neuerdings unter dem Namen Pflanzendunen in den Handel kommenden Wollhaare. Dieselben werden zur Herstellung von Polstern u. dgl. verwendet. Die Wurzelrinde gilt in Ostindien für ein brechenerregendes und krampfstillendes Mittel. Durch Einschnitte in den Stamm wird Gummi in reichlicher Menge gewonnen, welches als Gummi arabicum in den Handel kommt, doch dem echten arab. Gummi an Güte nachsteht. Eriöméter oder Eirometer (vom grch. L40 oder elpos, d. i. Wolle), Wollmesser, ein von Houng erfundenes Instrument zur Bestimmung der Feinheitsnummer der Wolle durch direkte Messung der Stärke der Wollhaare. ů

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 291Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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