Andromsda L., Pflanzengattung, welche zu der Familie der Ericaceen oder heidekrautartigen Gewächse gehört und sich durch einen kleinen, fünfteiligen Kelch, eine glocken⸗ oder krugförmige Saum, zehn auf dem Blütenboden stehende Staubefäße mit unt umfalt Staubbeuteln, eine fünffächerige, mit fünf Klappen aufspringende, vielsamige Kapsel und meist immergrüne Blätter auseichnet. Ihre Arten, lauter Holzgewächse, der ehrzahl nach kleine Sträucher und Erdhölzer, wachsen vorzüglich in der kalten und gemäßigten Zone der nördl. Hemisphäre; doch kommen auch einige zwischen den Wendekreisen, besonders in Amerika, vor. In Europa . 8 sich vier Arten, unter denen A. poliifolia L., die poleiblätterige, die meiste Verbreitung hat. Dieselbe wächst auch in Deutschland sowohl in Ebenen als Gebirgen häufig, doch immer nur auf Torfmooren. Ihre fadenförmigen Stämmchen kriechen auf dem Boden oft in Moos verborgen, umher und sind mit linealen oder lanzettförmigen, am Rande umgerollten, oberseits dunkelgrünen, enhene silberweißen Blättern besetzt. Die Blüten stehen auf ziemlich langen Stielen und sind rötlichweiß. Mehrere amerik., durch schöne Blumen und Blätter ausgezeichnete Arten sind Zierden der Gewächshäuser geworden, in denen sie wie die Erikensträucher behandelt werden.