FeedAilantus
PflanzenreichBrockhaus 1882

Ailantus Desj. (auf den Molukken Ailanto, d. i. Baum des Himmels, deutsch „Götter: baumo)/ Pflanzengattung aus der Familie der Simarubaceen, ansehnliche Bäume mit unpaariggefiederten Blättern mit wechselständigen, ganzrandigen oder buchtig-gezähnten Fiedern. Die kleinen am Ende Blüten stehen in reichverzweigten Rispen am Ende der Zweige und besitzen einen kleinen fünf-Frunder Kelch und fünf Kronblätter, deren am runde eingebogene Ränder in der Knospe zugleich die Staubfäden umfassen, von denen in den männlichen Blüten zehn, in den zwitterigen zwei bis drei vorhanden sind, während sie in den weiblichen Blüten vollständig fehlen. Den Grund der Blüte nimmt ein gebuchteter Drüsenring ein, und die in jeder weiblichen Blüte vorhandenen zwei bis fünf, unten freien, aber mit den Griffeln verwachsenen Pistille entwickeln sich zu ebenso vielen länglichen, zusammengedrückten, einsamigen Flügelfrüchten. Von den vier Arten, von denen eine in Australien die drei andern im tropischen und östl. Asien wachsen, ist A. glandulosa Desf., 1751 aus China na Curopa eine aus seicht herzförmigem Grunde eiförmigen bis länglichen, zugespitzten, unterseits blaßgrünen Fiedern tragen an „ der groben Randzähne eine Drüse, die gelblichweißen Blüten riechen hollunderähnlich. In China lebt auf den Blättern des Götterbaums die vorzügliche Seide liefernde Raupe des letteft azi ers (Bombyx Cynthia).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 276Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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