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ErdkundeBrockhaus 1882

Erlaf, rechtsseitiger Nebenfluß der Donau in Niederösterreich, kommt mit ihrer Hauptquelle vom Zellerrain an der nördl. Grenze der Steiermark, die sie auf dem Durchflusse durch den Erlafsee und noch eine Strecke weiter bildet. Auf dieser Strecke empfängt sie den Lassingbach, dessen 86 m hoher Fall unter die Merkwürdigkeiten der Nordalpen gehört. Ihren Lauf am nördl. Fuße des Otscher begleitet eine an drei Wegstunden lange wilde Thalschlucht (die Thormäuer); bei Gaming und nach einer scharfen Wendung gegen N. hei Scheibs wird ihre Thalsohle breiter; bei dem Dorfe Erlaf mündet sie in die Donau, unweit der Stelle, wo nach der Eroberung Noricums einst die Römerstation Arlape mit einer Abteilung der Donauflotille Danson Sie hat unter den parallel fließenden Nebenflüssen der Donau den stärksten Fall und wird zum Holzflößen benutzt. In der Nähe des Ausflusses (Groß-Pechlarn), sowie an einzelnen Stellen ihres Unterlaufs fand man röm. Schriftsteine und Münzen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 295Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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