Erlach (von), eins der ältesten Adelsgeschlechter der Schweiz, urkundlich —. zwischen 1212 und 1220 unter den Ministerialen der Grafen von Welsch-Neuenburg (Neuchatel) erwähnt, von denen es die Kastellanei von C. zu Lehen trug, ist seit dem Ende des 13. Jahrh. I in den Annalen Berns berühmt, dem es mehrere hochverdiente Kriegs⸗ und Staatsmänner schenkte und dessen höchstes Staatsamt, die Schultheißenwürde, von 1444 bis 1787 siebenmal von Gliedern dieses Geschlechts bekleidet wurde. Ulrich von C. soll an der Spitze der Berner den Sieg am Donnerbühl (2. März 1298) über Freiburg und den onG, Alichs Adel erfochten haben. Ru dolf von C., 1 lrichs reichen war der bernische Feldhauptmann in der siegreichen Schlacht bei Laupen, 21. Juni 1339, durch welche das Schicksal des Freistaats entschieden wurde. Johann Rudolf von E., 1595—1650, war ein ausgezeichneter Feldherr und Staatsmann, der namentlich am Ende des Dreißigjährigen Kriegs als Generallieutenant Bernhards von Weimar eine wichtige Rolle spielte. Hieronymus von E., 1667—1748, diente zuerst im franz., dann im österr. Heere, in welchem er bis zum Generalfeldmarschalllieutenant avancierte, wurde von Joseph J. in den Reichsgrafenstand erhoben und stand 1732—47 als Schultheiß an der Spitze der Stadt und Republik Bern. Karl Ludwig von E., 1746—98, stand bis zum Ausbruch der Revolution in franz. Diensten und wurde 1798 beim Einbruche der Franzosen in die Schweiz an die Spitze des bernischen Heeres gestellt. Von den Franzosen unter Schauenburg angegriffen, erlag er in den ehrenvollen aber unglücklichen Gefechten bei Fraubrunnen und im Grauholz der Übermacht und wurde auf dem Rückzuge, als die Nachricht von der Einnahme Berns, 5. März 1798, einlief, von bernischen Landstürmern ermordet. Val. Dr. von Gonzenbach: KGeneral Hans Ludwig von E.y (3 Bde., Bern 1880—82).