Escapade (frz.), Seitensatz oder Seitensprung eines Schulpferdes; mutwilliger, leichtsinniger Streich. Esrarpe (rz.) heißt in der Befestigungskunst diejenige Böschung des vordern Grabens eines Werks, welche dem Verteidiger zugekehrt ist. Das Ersteigen der E. ist die letzte Aufgabe des Angrei55 und muß daher aufs möglichste durch steile öschungen und Hindernismittel erschwert werden. Bei Festungen wird die E., wenn der Graben trocken, gewöhnlich mit einer Mauer bekleidet, die häufig durch einen dahinterliegenden Gang oder Kasematten zur Verteidigung eingerichtet ist. Bei provisorischen Befestigungen wendet man statt dessen zuweilen eine Holzbekleidung an. Bei Feldbefestigungen kommt die 2pon Stur von Palissaden am Fuße der E. oder von Sturmpfählen an der Berme zur Anwendung; doch zieht man es vor, diese Hindernismittel an der Contrescarpe (s. d.) anzubringen, wo sie dem Angreifer im wirksamsten Feuer der Schanze Aufenthalt verursachen. (Vgl. auch Graben.) Esearpine ifrz.), gewehrähnliches Schiffsgeschütz früherer Zeit, welches vorzugsweise zum Beschießen der Takelage diente.