FeedEstoquieren (frz.)
AllerleiBrockhaus 1882

Estoquieren (frz.), Gewehrläufe stauchen, vernieten, um sie kürzer und stärker zu nach 5 „Estori ha-Parchi, so genannt nach Florenga in Andalusien, woher seine Eltern stammten (Perach-Blume), jüd. Gelehrter des 14. Jahrh., geb. in der Provence, studierte außer dem Talmud auch verschiedene Wissenschaften, die Heilkunde und die arab. Sprache. Als auf Befehl Philipps des Schönen die Juden 1306 aus Frankreich getrieben wurden, wanderte der damals noch junge E. aus, ging über Perpignan nach Barcelona, später nach Agypten und war 1313 in Kairo, dann aber in Palästina. Er durchzog das Land sieben Jahre lang nach allen Richtungen, wovon er zwei Jahre ausschließlich Galiläa widmete, und verglich stets seine Beobachtungen mit den Angaben der alten Nationalwerke. In seinem 1322 vollendeten Werke (Kaftor wa-Faracho hat er neben zahlreichen die Gesetzgebung Palästinas betreffenden Bemerkungen ein Verzeichnis der von ihm besuchten Ortschaften nebst Untersuchungen über Grenzen, Umfang, Gebietsteile, Lage und Entfernungen geliefert, bespricht überdies die Lage von Jerusalem, die Örtlichkeit des Tempels und die palästinischen Gewächse. Dieses 60 Kapitel starke Werk erschien zu Venedig (1549), und nachdem es fast vergessen war, zu Berlin (1853), herausg. von Edelmann. Über den Autor selbst vgl. Zunz in der Asherschen Ausgabe der (Reise des Benjamin von Tudelab, wo sich Auszüge aus dem Werke E.s finden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 388Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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