Gaza (Theodorus), gelehrter Grieche in Italien, geb. 1398, kam als Flüchtling, nach der gewöhn11 Annahme bald nachdem seine Vaterstadt Thessalonich 1430 in die Gewalt der Türken gefallen, nach Voigt erst um 1444, nach Italien. Mantua erlernte er unter Victorinus von Feltre die lat. Sprache, wurde dann öffentlicher Lehrer der griech. Sprache zu Ferrara und um 1450 von Papst Nikolaus V. als Lehrer der Philosophie nach Rom gerufen, wo er auf Wunsch des Papstes Iererte. 2 auch übersetzungen griech. Schriften lieferte. Nach Nikolaus' Tode lebte er zu Neapel am Hofe des Königs Alfons; später begab er sich nach Rom, hierauf nach Calabrien, wo er durch Bessarion eine kirchliche Stelle erhalten hatte, und, nachdem er noch zu wiederholten malen nach Rom zurückgekehrt war, um 1478 starb. Für Verbreitung des Studiums der griech. Sprache und Litteratur im Abendlande hat er nicht bloß durch Undon W sondern auch durch seine lat. Übersetzungen von Werken griech. Schriftsteller, besonders des Aristoteles und Theophrast, sowie durch eine griech. Grammatik (Vened. 1495 u. öfter) gewirkt.