FeedEudiometrie
NaturlehreBrockhaus 1882

Eudiometrie (arch.) oder Luftgütemessung heißt zunächst das Verfahren bei Bestimmung des Sauerstoffgehalts der atmosphärischen Luft mittels passender Mittel, welche Eudiometer oder Luftgütemesser heißen und deren es mehrere Arten gibt. Bei der C. kommt es im allgemeinen darauf an, daß man einer genauest gemessenen oder gewogenen Menge atmosphärischer Luft mittels leicht oxydierbarer Materien (Phosphors, erhitzten Cisens, Kupfers, glühenden Wasserstoffs u. s. w.) den Sauerstoff entzieht, dann aus der Gewichtszunahme des oxydierten Stoffs die auruuleibende berechnet und das Gewicht jenes zurückbleibenden Stickstoffs bestimmt. Im weitern Sinne bezeichnet man auch Arm Analyse der atmosphärischen Luft als E. (S. Atmosphäre und Luft.) Das einfachste Eudiometer ist dasjenige, bei welchem nach Volta (1777) durch ein gemessenes Gemenge atmosphärischer Luft und Wasserstoffs (bei Volta noch als abrennbare Lufto genommen) ein elektrischer Funke dene E wird; es verbindet sich dann aller vorhanene Sauerstoff mit einem Teile des Wasserstoffs zu Wasser und ein Drittel der eintretenden Volumverminderung jenes Gasgemenges gibt das Volumen des vorhanden gewesenen Sauerstoffs, indem lum nur zwei Volumen Wasserstoff mit einem Voumen Sauerstoff zu Wasser verbrennen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 411Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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