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ReligionBrockhaus 1882

Eugen III.,ein Pisaner von Geburt, Schüler Bernhards von Clairvaux, Abt im Cistercienserkloster des heil. Anastasius zu Rom, Papst 27. Febr. 1145 bis 8. Juli 1153, mußte aus Rom flüchten, weil das Volk, aufgeregt durch die Predigt Arnolds von Brescia (s. d.), die weltliche Herrschaft des Papstes stürzen und die Republik aufrichten wollte. Er begab sich nach Viterbo, und konnte erst nach längern Verhandlungen in Rom einziehen, das er schon 1146 wieder verließ. Er zog nach Trier, wo er auf einer Synode die Schriften der heil. Hildegardis billigte und Gratians Sammlung kirchlicher Gesetze genehmigte, dann nach Paris, wo er mehrere Synoden abhielt, kehrte 1148 nach Italien zurück, erzwang mit Hilfe des Normannenfürsten Roger von Sicilien den Einzug in Rom, mußte aber schon 1150 den Republikanern wieder weichen und lebte meist zu Segni. E. veranlaßte den zweiten abud an dem König Ludwig VII. von Frankreich und König Konrad III. von Deutschland teilnahmen, der aber dennoch erfolglos verlief. Der heil. Bernhard richtete an E. die Schrift De consideratione sui libri Vo, worin er ihm ein ideales Bild kirchlicher Hierarchie vorhält und ihn ermahnt, die schreienden Übelstände, welche die überhandnehmende Verweltlichung der Kirche herbeigeführt, abzustellen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 413Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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