Euphorbiaceen (Euphorbiacéae), Pflanzenfamilie aus der Gruppe der Dikotyledonen. Sie umfaßt gegen 3000 Arten, die fast auf der ganzen Erde verbreitet sind, zum größten Teile aber den Tropengegenden angehören. Es sind teils Bäume, teils Sträucher und krautartige Pflanzen von sehr verschiedenartigen Formen. Alle enthalten reichlich Milchsaft, in welchem Kautschuk sich findet. Die Röhren, in denen dieser Milchsaft vorkommt, finden sich fast in allen Teilen der Pflanzen. Die Blätter stehen meist abwechselnd und sind gewöhnlich uneteilt, seltener handförmig gelappt. Die Blüten sind eingeschlechtig, monöcisch oder diöcisch und stehen in sehr verschiedenartig gestalteten Blütenständen. Der Bau der Blüten selbst ist in den einzelnen Gattungen ebenfalls sehr verschieden. Meist ist eine kelchartige Blütenhülle vorhanden. Die Anzahl der Staubgefäße variiert sehr, der Fruchtknoten 5 in der Regel dreifächerig und in derselben Anzahl sind auch die Griffel vorhanden. Die Frucht ist gewöhnlich eine dreiknospige, klappig aufspringende Kapsel, die Samen sind mit einem fleiiele E. sind offizinell oder technisch wichtige Gewächse, oder werden auch als Zierpflanzen kultiviert, so z. B. Ricinus communis, Jatropha Manihot, die Maniokpflanze, Buxus sempervirens, der Buchsbaum u. v. a. (S. die speziellen Artikel.) Auch einige sehr giftige Pflanzen gehören hierher, wie z. B. der Manzanilla⸗ oder Manchinellenbaum, Hippomane Manicella L. (s. d.).