FeedEustachio (Bartolommeo)
HeilkundeBrockhaus 1882

Eustachio (Bartolommeo), berühmter ital. Arzt und Anatom, geb. zu San-Severino in der Mark Ancona, nach andern bei Salerno oder in Calabrien, studierte in Rom, wo er später 2Gapiene Leibarzt und Lehrer der Anatomie an der Sapienza wurde, und starb im Aug. 1574 auf einer Reise zu dem Kardinal della Rovere in Fossombrone. Fast alle Teile der anatom. Wissenschaften hat er durch wichtige Entdeckungen bereichert, die auch zum Teil nach ihm benannt worden sind; so der Verbindungskanal ds dem innern Ohre und dem hintern Teile 5 Mundes (Eustachische Röhre, Tuba Eustachii) und die halbmondförmige Klappe an der Einmündung der untern Hohlader in den rechten Vorf(Eustachische Klappe, Valrula Eustachii). ter seinen Werken sind hervorzuheben die „Opuscula anatomica (Vened. 1564, Leid. 1707 u. Delft 1726), sowie die wahrscheinlich von Giulio de Musi gestochenen Tabulae anatomicaer, gefertigt 1552, die zuerst Lancisi (Rom 1714) herausgab. Der Text — denselben scheint verloren zu sein; eine gute Erärung gab Albin (Leid. 1743). Vgl. Choulant, „Geschichte der anatom. Abbildungo (Ipz. 1852). Ierion nas Heiliger und Märtyrer der röm. Kirche, soll nach der Legende vor der Taufe den Namen Placidus geführt, mit seiner Frau Tatiana das Christentum angenommen und mit ihr und seinen beiden Kindern Agape und Theopiste zu Rom unter dem Kaiser Hadrian um 130 den Märtyrertod erlitten haben. Seit dem 6. 111 wird sein Gedächtnis gefeiert und Papst Cölestin III. (1191— 98) ließ bereits eine ihm geweihte Kapelle restaurieren. Reliquien des heiligen E. besaß die Abtei St.⸗Denys und schenkte sie der Pfarrkirche St.⸗ ½ zu Paris. Sein Gedächtnistag ist der

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 447Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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