Eustathius (d. h. der Standhafte, der Beständige) von Antiochien, geb. zu Side in Pamphylien, ward um 323 Bischof von Beröa in Syrien, zeichnete sich durch seine Frömmigkeit und seinen Eifer in Bekämpfung der Arianer so sehr aus, daß er 325 von Klerus und Volk zum Bischof von Antiochien gewählt wurde. Die Strenge, mit welcher er für die Beschlüsse von Nicäa eintrat, auch nachdem 330 die Semiarianer des Kaisers Gunst erlangt hatten, veranlaßte, daß Kaiser Konstantin ihn 331 als Unruhestifter nach Thrazien und später nach Illyrien verbannte, wo er um 360 starb. Ein Teil der zachrolder nug Gemeinde weigerte sich, den zum Nachfolger eingesetzten Meletius, Bischof von Sebaste, als Bischof anzuerkennen, und bildete unter dem später zum Bischof geweihten Presbyter Paulinus eine abgesonderte Kirchengemeinschaft, Eustathianer genannt. Diese Spaltung dauerte bis ins 5. Jahrh. Die zahlreichen Schriften des E. sind bis auf wenige Fragmente verloren gegangen.